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Zehn Grad unter Null und Sonnenschein, die besten Voraussetzungen, um eine Kunstausstellung auf dem Schulhof entstehen zu lassen. So ließen die Erstklässler zu Beginn der Woche ihrer Fantasie freien Lauf und bastelten kunterbunte Vögel aus Pappe und Ölkreide. Die Vögel wurden mit Federn, Glitzer, Naturmaterialien, Federn, Steinen und allem, was in den Kreativecken zu finden war, verziert.

Diese Vögel sollten sich anschließend in Eisvögel verwandeln. In Laminierfolie geschützt und mit einem Faden versehen wurden die Vögel auf Tellern, Deckeln, Tabletts, Butterbrotdosen und Eimern mit Wasser bedeckt und teilweise noch zusätzlich verziert. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sollte die Verwandlung stattfinden, dafür suchten die Schüler in Gebüschen und auf Fensterbänken sichere Plätze, damit die Vögel ungestört einfrieren konnten. Das Verstecken, Beobachten und Warten auf das Einfrieren und das Hervorholen der Vögel am nächsten Morgen, überstieg selbst die Erwartung der Kunstlehrerinnen. Eine Erstklässlerin sorgte über Lautsprecher dafür, dass alle anderen Klassen in der ersten großen Pause zum Besuch der Ausstellung eingeladen wurden. Aus den bunten Vögeln waren prachtvolle Eisvögel entstanden, ein jeder in seinem runden Eisnest einzigartig. Um 9 Uhr trafen sich die beiden Klassen mit allen Vögeln draußen, um diese in die Büsche und Bäume des Schulhofes zu hängen. Im Licht der Sonne erstrahlten die Eisgebilde im schönsten Schein und nahezu vierzig Exemplare konnten schon eine halbe Stunde später bewundert werden. Die Großen waren fasziniert von den Kunstwerken der Erstklässler und sprachen den Kleinen Bewunderung und Lob aus. Ein zerbrochener Eisvogel von einem Mädchen konnte nach drei Stunden Nachfrierzeit auch seinen Platz im Gebüsch finden. Selbst am Nachmittag glitzerten die Eisvögel in bereits verändertem Glanz in den Büschen. Nun hoffen alle, dass die Vergänglichkeit dieser Ausstellung noch etwas auf sich warten lässt.